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Anzeigepflichtige Krankheiten

In Deutschland sind Amerikanische Faulbrut, Befall mit dem kleinen Beutenkäfer und Befall mit der Tropilaelaps-Milbe anzeigepflichtig. Ausbrüche in Deutschland nach Bundesländern aufgeteilt finden sie hier:

Amerikanische Faulbrut: Sperrgebiete

 

Vollfrühling: Arbeiten am Bienenvolk

Saisonale Arbeiten 

Honigraum und Schwarmzeit 

Mit der Kirschblüte kam meistens der erste Honigraum aufs Volk. Nun kann Zeit für den zweiten sein. Allerdings macht dies nur Sinn, wenn der Honigraum gut angefüllt und die ersten Honigwaben bereits verdeckelt sind. Am besten stattet man ihn wieder mit drei ausgebauten Waben in der Mitte und Mittelwänden außen aus. Wird der neue Honig- raum nicht angenommen, also nichts eingetragen, war man zu früh dran und entfernt ihn besser wieder. So kommt man schneller zur Ernte des ersten Raums. 

Unweigerlich kommt mit der guten Tracht und dem wachsenden Brutnest immer mehr Schwarmstimmung auf. Ein gutes Zeichen, denn nur ein gesunder Bien möchte und kann schwärmen. Doch nicht zu jeder Zeit ist der Schwarm willkommen. Ein englisches Sprichwort sagt: „Ein Schwarm im Mai ist eine Ladung Heu wert, im Juni einen silbernen Löffel, aber im Juli keine Fliege“. Sein Nutzen hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit bleibt, damit aus ihm noch ein über- winterungsfähiges Volk und das Muttervolk nicht zu sehr geschwächt wird. Doch im Schwarm liegt viel Energie zur Erneuerung und unbändige Kraft, sich zu einem gesunden Volk zu entwickeln. In einer naturgemäßen Imkerei wird man dieses Potenzial nutzen und nicht unterdrücken. 

Schwarm verhindern oder zulassen 

Mit der Zugabe des Honigraums wurde das Nest erweitert und zumindest vorübergehend etwas die Schwarmstimmung genommen. Doch unweigerlich drängt der Bien weiter zur Vermehrung. Bei vielen ImkerInnen kommt nun Stress auf. Einbußen beim Honigertrag oder gar Verlust von Schwarm und Muttervolk werden befürchtet. Häufig überwiegt auch die Angst vor der bevorstehenden, leider immer noch tief verwurzelten Schmach, dass nur bei einem schlechten Imker die Bienen schwärmen.

Viel entscheidender ist es, jetzt keinen Fehler zu machen, der dem Bien schadet! Den Schwarmtrieb kann man hinauszögern, wenn man vorsichtig schröpft, den Bautrieb anregt, rechtzeitig erntet oder die Raumgabe auf die Volksentwicklung abstimmt. Zu großzügiges Erweitern nimmt allerdings dem Bien die Möglichkeit zur Bruthygiene und damit zur Selbstheilung. Das Volk zu Unzeiten zu teilen oder vorzeitig einen Ableger zu bilden, wirkt wie eine Frühgeburt, mit angeschlagenem Muttertier und schwächelndem Nachwuchs als Ergebnis. Das Ausbrechen von Weiselzellen ist eine Notmaßnahme, wenn der Schwarm mal zeitlich gar nicht passt. Der Königin den Flügel zu schneiden, ist von gestern. Wer beides regelmäßig praktiziert, zeigt wenig Bereitschaft, sich in die Abläufe und die Bedürfnisse des Biens einzufühlen. Besser ist es, die Bereitschaft des Biens zur Vermehrung abzuwarten und dann den Schwarm vorwegzunehmen.

Schwarm vorwegnehmen

Bei der Vorwegnahme des Schwarms kommt es darauf an, die beim natürlichen Schwärmen entstehende Brutunterbrechung zu nutzen, um den Varroabefall niedrig zu halten. Zunächst teilt man den Bien in einen Brutling und einen Flugling. Da mit dem Flugling der Schwarm simuliert werden soll, bekommt dieser neben 10.000 bis 15.000 Bienen mindestens vier Baurahmen und die Altkönigin. Jetzt kann die Königin erst nach dem Bau der ersten Waben mit der Eiablage beginnen. Dadurch kann der Bien zwar bis zu 60 % schwächer werden, aber holt dies nach vier Wochen locker auf. Arbeitet man mit Mittelwänden im Brutraum, kann man später welche hinzugeben. Der Flugling kommt auf den alten Platz des Muttervol- kes und der Brutling daneben oder an ei- nen neuen Platz. Im Brutling werden alle Weiselzellen bis auf zwei ausgebrochen. Auch hier kommt es zur Unterbrechung der Brutaufzucht, die erst nach der Begattung der Jungkönigin wieder beginnt.

Weitere Jungvölker bilden

Will man noch stärker vermehren, kann man den Brutling weiter in drei bis vier Jung- völker aufteilen und auf einem mindestens zwei Kilometer entfernten Stand aufstellen. Jedes Volk bekommt mindestens zwei Brutwaben mit zwei Schwarmzellen und eine Futterwabe. Mit den ansitzenden und hin- zukommenden Bienen hat man das untere Limit der Stärke von Jungvölkern erreicht. Noch schwächere Jungvölker sind dagegen an der Grenze der Lebensfähigkeit. Unter weniger optimalen Bedingungen sind Ausfälle vorprogrammiert und auch die Anfälligkeit für Brutkrankheiten wie Amerikanische Faulbrut steigt beachtlich.

Zwischenableger sichert Honigernte

Wenn man seine Völker nicht vermehren und mit ihnen noch eine Spättracht nutzen will, bildet man aus dem vorweggenommenen Schwarm einen Zwischenableger. Dazu kann man den Brutling direkt auf den Flugling, eventuell mit nach hinten ausgerichtetem Flugloch stellen. Das Rück- vereinigen wird einfacher, wenn man einen Zwischenboden mit einem Fliegengitter verwendet, sodass der Stockgeruch gleich bleibt. In unserer Imkerei stellen wir Flugling und Brutling wie oben beschrieben direkt nebeneinander. Nach frühestens neun Tagen werden sie mit Zeitungspapier vereinigt. Zuvor muss man noch fest- legen, ob man die Königinnen entscheiden lässt, wer zukünftig das „Regiment“ führt, oder ob man zur Verjüngung die alte Königin abtötet. Man kann sie auch im Begattungskästchen für weisellos gewordene Völker bereithalten.

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Oft bringt der Apfel nur eine gute EntwicklungstrachtOft bringt der Apfel nur eine gute Entwicklungstracht 

 Vollfrühling ist da! 

Der Vollfrühling wird durch die Apfelblüte eingeleitet. In warmen Regionen wie dem Rheintal war es schon Mitte April. In anderen Regionen kann es sich noch bis Mitte Mai hinziehen.  

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Aktuelle Situation in der phänologischen Uhr.

Mit glänzenden Weiselzellen und einem Ei ist Schwarmstimmung da.Mit glänzenden Weiselzellen und einem Ei ist Schwarmstimmung da.Vollfrühling: 
Arbeiten am Bienenvolk  

Nun geht es richtig los. Die Bienen tragen massig Nektar und Pollen ein. Das Brutnest erreicht bald seine maximale Größe. Meistens ist es nun Zeit den zweiten Honigraum zu geben. Bald wird Schwarmstimmung aufkommen. Wenn man will, kann man  ihn mit verschiedenen Methoden etwas hinauszögern. Am besten nimmt man den Schwarm vorweg und nutzt die Vorteile des Schwärmens um die Entwicklung der Varroa einzudämmen.

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Intensive Durchschau der Brut verhindert BrutkrankheitenIntensive Durchschau der Brut verhindert Brutkrankheiten

Vollfrühling:
Bienengesundheit

Nun ist es Zeit sich um die Brut zu kümmern; denn Symptome von Brutkrankheiten werden nun sichtbar. Für die Früherkennung der Amerikanischen Faulbrut werden Futterkranzproben entnommen. Mit Baurahmen kann man Drohnenbrut gezielt Varroamilben fangen. Aber auch mit der Vorwegnahme des Schwarms werden die Varroamilben weiter reduziert. 

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